Chronik  TSV Dinkelhausen 1911 e.V.

Die nun folgende Chronik stammt aus der zum 100.-jährigen Bestehen des TSV Dinkelhausen 2011 gedruckten Festzeitschrift.

Bei Willi Mönchmeyer bedanken wir uns für die zusammengestellten Erinnerungen und Fotos.

Es beginnt mit dem Grußwort des 1. Versitzenden aus dem Jahr 2011, Albert Moll:

Die Geburtsstunde unseres heutigen Vereins war der 15. Juli 1911. An diesem 15. Juli gründeten laut damaligem Protokoll 35 Männer in der Heinrich Dörnteschen Gastwirtschaft einen Verein, der den Namen „Männer-Turn-Verein Dinkelhausen" führte. Zum 1. Vorsitzenden wurde Georg Borchert gewählt.

 

Schon am 5. August des gleichen Jahres fand die erste Generalversammlung statt. An den hier gefassten Beschlüssen ist abzulesen, dass man einen Verein gegründet hatte, von dessen sich selbst auferlegter Disziplin und Aktivität man sich auch heute noch einiges wünschen könnte. So wurden zum Beispiel Strafgelder festgelegt: für das Zuspätkommen zu den festgelegten Turnstunden 5 Pf. und für das Nichterscheinen 10 Pf. Von diesem Strafgeld entbunden war nur, wer sich vorher beim Vorturner entschuldigt hatte. Später beschloss man noch einmal ein Strafgeld von 50 Pf. für denjenigen, der während der Turnstunden vom Saal in die Wirtschaft verschwand.

 

Gleich im September 1911 wurden trotz fehlenden Kapitals ein Reck, ein Barren und drei Matten bestellt. Das Geld wurde von der Gemeinde geliehen. Diese Anleihe war bald getilgt, denn schon im März 1912 konnten eine weitere Matte und ein Pferd angeschafft werden.

 

Die vielen Aktivitäten des Vereins wurden 1914 - 1918 durch den ers­ten Weltkriegunterbrochen. Bereits im Jahre 1919 wurde der Turnbetrieb wieder aufgenommen. In den Protokollen ist dokumentiert, dass nicht nur das Turnen in den nächsten Jahren eine Rolle spielte, unter anderem mit regelmäßigen Teilnahmen an den Gauturntagen, sondern auch auf kulturellem Gebiet war man damals sehr rührig. Regelmäßig wurden Unterhaltungs- und Tanzabende abgehalten. Auch Wintervergnügen, ähnlich wie wir sie dann später in den sechziger und siebziger Jahren hatten, wurden in dieser Zeit schon gefeiert.

 

Aus den Protokollen der weiteren Jahre sind keine Besonderheiten im Vereinsleben zu ersehen. Man könnte schon einige Stellen zitieren, die sich aber aus heutiger Sicht wie Stilblüten anhören.

 

Die Feier zum 25jährigen Bestehen im Jahre 1936 fiel aus. Im Protokoll heißt es: der neue Tarif für die Musik erschien den Mitgliedern zu hoch. Diese Feier wurde aber am 1. Pfingsttag 1937 nachgeholt. An diesem Tag wurde gleichzeitig unsere Vereinsfahne geweiht, die von einer Hildesheimer Fahnenfabrik angefertigt wurde. Diese Fahne, die uns fortan bei allen wichtigen Anlässen begleitet hat, ist heute noch vorhanden. Allerdings kann sie im jetzigen Zustand nicht mehr genutzt werden. Zu diesem Zweck müsste sie dringend restauriert werden, was aber aus Kostengründen bisher unterblieben ist.

 

Der 2. Weltkrieg setzte 1939 dem Vereinsleben ein vorläufiges Ende. Erst am 22. Dezember 1945, nach den schrecklichen Jahren des Krieges, aus dem viele der Vereinsmitglieder nicht zurückkehrten, wurde aus dem ehemaligen Männer-Turn-Verein ein neuer Verein ins Leben gerufen, der den Namen „Turn- und Sportverein Blau-Weiß Dinkelhausen" erhielt.

 

19 Mitglieder, von denen heute nur noch Rudi Hennies und Hermann Brömsen unter uns sind, waren zugegen. Die anderen waren: Fried­rich Holz, Otto Breckerbohm, Karl Warneke, Friedhelm Brauns, Wil­helm Borchert 33, Rudolf Müller, Fritz Gräber, Hans Sablowski, Werner Düsterdiek, Heinrich Borchert, Fritz Dörnte, Herbert Rückert, Heinrich Justinski, Karl Deisel, Ludwig Justinski, Ernst Warnecke und Hermann Ruwisch.

 

Zum 1. Vorsitzenden wurde Wilhelm Borchert 33 gewählt. Als auszuführende Sportarten wurden Geräteturnen und Fußballspielen vorgeschlagen.

 

Fußball wurde in Dinkelhausen auch schon vor dem Kriege gespielt in einem sogenannten „Arbeitersportverein". Dieser Verein wurde später von Hitler verboten. In den Protokollen unseres Vereins ist von dieser Fußballmannschaft des „A S V" nichts nachzulesen. Es gibt aber im Archiv des Uslarer Museums Zeitungsberichte des „Volksblatt Göttingen" zum Beispiel vom 24.07.1929, in dem es heißt:

„Am Sonntag weilte die 2. Mannschaft von Eintracht Einbeck in Dinkelhausen, um ihr letztes Serienspiel in der ersten Vorrunde auszutragen. Dinkelhausen, ein noch neuer und unbekannter Gegner in dieser Gruppe, stellte für die dortigen Dorfverhältnisse eine körperlich kräftige und rührige Mannschaft ins Feld. In der ersten Hälfte führte Dinkelhausen 3:2 und es sah aus, als sollte die nur mit 10 Mann und mehrfachem Ersatz spielende Eintrachtmannschaft eine Niederlage einstecken. Nach der Halbzeit musste man jedoch feststellen, dass die Dinkelhäuser durch die herrschende Sonnenglut abbauten und sich somit durch die Ausdauer der Schwarzgelben das Zepter aus der Hand nehmen ließen. Durch eine bewährte Umstellung konnten die Eintrachtler das Resultat bis zu Schlusspfiff auf 7:3 Tore für ihre Farben buchen."

 

Am 11.8.1931 ist im Volksblatt Göttingen eine Tabelle abgedruckt in der Dinkelhausen auf dem 2. Tabellenplatz zu finden ist, hinter der zweiten Mannschaft des damaligen Sollfinger Spitzenclubs Gierswalde.

 

Unser Verein spielte auf verschiedenen Plätzen, da man noch keinen richtigen Sportplatz hatte. So wurde auf dem Turnplatz angefangen. Dann wurde auf der Vahler Schweineweide gespielt und auch schon unterhalb unseres jetzigen Platzes auf Heinrich Grevers Weide. Dies war aber kein Dauerzustand, ein richtiger Sportplatz wurde gebraucht.

 

So wurde im Jahre 1947 von Wilhelm Kirchhoff das Gelände gepachtet, auf dem der Sportplatz errichtet werden sollte. Alle männlichen Vereinsmitglieder wurden zu Arbeitsstunden verpflichtet und nach tatkräftigem Einsatz mit Schaufel und Hacke konnte bereits 1948 die Einweihung des Platzes vorgenommen werden. Viele erinnern sich bestimmt noch gut an unser gutes altes „Waldstadion". Dort wurden wohl die größten und bislang erfolgreichsten Fußballspiele unseres Vereins ausgetragen.

 

Der Drang zum Fußball wurde bei steigender Mitgliederzahl stärker und bald musste eine 2. Mannschaft aufgemacht werden, um alle Aktiven einsetzen zu können. Dies ging aber zu Lasten des Turnens. Hier fielen jetzt immer öfter die Übungsstunden wegen fehlender Beteili­gung aus.

 

Die folgenden Jahre brachten Höhen und Tiefen für unseren Verein. Meisterschaften wurden errungen und gefeiert, aber auch zahlreiche Querelen mussten überwunden werden. Der Turnbetrieb kam völlig zum Erliegen. Zu erwähnen wäre hier noch die Theatergruppe, die meist unter der Leitung von Karl Beirodt recht aktiv war. In dieser Richtung sind später und bis in die heutige Zeit reichend wieder sehr erfolgreiche Aktivitäten entwickelt worden.

 

Einen Höhepunkt im Vereinsgeschehen stellte im Jahre 1961 das Fest zum 50jährigen Jubiläum dar, das groß gefeiert wurde. Die Jahre zwischen dem 50. und 60. Geburtstag des Vereins verliefen ohne besondere Ereignisse. Im Spielbetrieb gab es ein ständiges Auf und Ab. Zeitweilig waren vier Mannschaften im Einsatz, dann nur wieder zwei. Schmerzlich war, dass die damalige Jugendmannschaft aufgegeben werden musste.

Im Juli 1971 wurde dann das 60jährige Bestehen mit einem Kommersabend gefeiert. In diesem Jahr kam es auch erstmals zur Gründung einer Damenfußballmannschaft. Auch eine Schülermannschaft konnte 1972 den Spielbetrieb aufnehmen. Es wurde auf dem Jugendsektor eine Spielgemeinschaft mit Bollensen und später noch mit Eschershausen gebildet. Diese Jugendarbeit klappte einige Jahre recht gut. Die Spielgemeinschaft zerbrach dann an fehlenden Übungsleitern bei uns.

Die Jahre von 1972 bis 1979 forderten wieder den vollen Einsatz unserer Vereinsmitglieder. Im Jahre 1972 wurde der Bau des neuen Sportplatzes in Angriff genommen. Dieses Vorhaben war auch der An­lass, den Verein gerichtlich eintragen zu lassen. Wir hatten zwar einen Platz, unser schon erwähntes „Waldstadion"; der Nachteil dieses Platzes lag aber in der großen Entfernung vom Ort und darin, dass keine Möglichkeit bestand, Licht und fließendes Wasser an diesen Platz zu bekommen. So wurde in Eigenleistung der Vereinsmitglieder und mit finanziellen Mitteln der Sportverbände, des Landkreises sowie der Ge­meinde in den Jahren 1972 - 1975 unser heutiger Sportplatz erstellt.

 

1977 wurde unter gleichen Voraussetzungen der Bau des dazugehörigen Umkleidehauses begonnen, das 1979 eingeweiht werden konnte. Sportlich waren diese Jahre für uns nicht immer erfolgreich. Die erste Herrenmannschaft spielte zeitweilig in der 2. Kreisklasse, nachdem wir ja lange Jahre erfolgreich in der Kreisliga gespielt hatten. Die zurückgehende Einwohnerzahl unseres Ortes ist nicht nur bedingt durch die berühmte Pille, sondern auch, weil bei uns aus Mangel an Bauland relativ wenig gebaut wurde. Dies hatte zur Folge, dass viele gute Spieler aus Dinkelhausen wegzogen und der TSV geschwächt wurde Der Verein bemühte sich auch darum, das sportliche Angebot zu erweitern. Dies war unter anderem ein Grund dafür, dass 1980 der Saal der Gastwirtschaft Filmer gemietet und instandgesetzt wurde. Die Schießsparte, die damals ins Leben gerufen wurde und auch kurze Zeit sehr aktiv war, hat sich 1985 allerdings bereits wieder aufgelöst.

 

Die Möglichkeit, Tischtennis zu spielen, wurde anfangs nur spärlich genutzt. Das hier die Aktivität nicht größer war, ebenso bei den immer wieder gemachten Versuchen mit der Gymnastikabteilung, lag natürlich auch an den unzulänglichen Räumlichkeiten im Winterhalbjahr. Das Beheizen des Saales, wenn auch nur oberflächlich, überstieg die Möglichkeiten des Vereins.

 

 

Auf dem Saal wurde 1981 unser 70jähriges Jubiläum gefeiert. Die schon bereits erwähnte Theatergruppe gruppe führte ab 1981 jedes Jahr zu Weihnachten sehr erfolgreich Theaterstücke auf. Auch die traditionelle Kirmes wurde wieder versucht, scheiterte aber immer mehr an mangelndem Besuch. So kleine Orte wie unserer sind auf gute Beteiligung der Einwohner angewiesen, wenn eine Feier oder ein Fest gelingen soll.

Auf sportlicher Ebene war in diesen Jahren die Damenmannschaft das Aushängeschild des TSV, was bei der Gründung der Mannschaft wohl keiner recht geglaubt hatte. Der größte Erfolg war 1982/83 mit dem Erringen der Bezirksmeisterschaft zu verzeichnen.

 

Die 1. Herrenmannschaft wurde 1983/84 Staffelmeister der 2. Kreisklasse und schaffte damit den neuerlichen Aufstieg in die 1. Kreisklasse. 1984 konnte auch noch eine 2. Herrenmannschaft gegründet wer­den, was aber die Auflösung der Altherrenmannschaft nach sich zog.

 

Im Jahre 1986 wurde das 75jährige Jubiläum, genau wie in diesem Jahr das 100jährige, mit einem Zeltfest am Sportplatz gefeiert. Es war ein großes Ereignis bei dem im Protokoll der folgenden Generalver­sammlung die neu gegründete Gymnastikgruppe für ihren Auftritt besonders hervorgehoben wurde.

 

Eine Wandergruppe, die in diesem Jahr neu gegründet wurde, hatte regen Zuspruch. Auch die Tischtennisabteilung, die 1981 gegründet worden war, hielt sich trotz mangelnder Raumverhältnisse gut und sorgte sogar für einen merklichen Zugang bei den Mitgliederzahlen.

 

Ein wenig turbulent ging es leider zwischen 1987 und 1990 im Vor­stand zu. Nachdem der 1. Vorsitzende Hermann Hennies sein Amt 1987 zur Verfügung gestellt hatte, wurde Wolfgang Steinmann zum Vorsitzenden gewählt. Schon nach einem Jahr stellte er sich nicht der Wiederwahl und machte nur kommissarisch weiter, bis im nächsten

 

Jahr Marina Filmer-Simon das Amt übernahm. Diese gab das Amt aber schon im Laufe des Jahres wieder ab, so dass dann im Jahre 1990 Regina Giebert zur 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Damit war endlich wieder Ruhe eingekehrt, zumindest was das Amt des/der Vor­sitzenden betraf.

 

Im sportlichen Bereich wurde 1988 für den Fußball eine Spielgemeinschaft mit dem MTV Eschershausen gegründet. Auf dem Jugendsek­tor schloss man sich der JSG Allershausen, Bollensen und Schoningen an. Im Tischtennis spielten inzwischen drei Mannschaften und eine Jugendmannschaft wurde neu gegründet.

 

Pfingsten 1991 wurde in kleinem Rahmen das 80jährige Jubiläum auf dem Saal gefeiert. Obwohl die Beteiligung etwas zu wünschen übrig ließ, wurde es dennoch eine gelungene Feier. Die Fußball SG mit Eschershausen musste 1992 wegen fehlender Spieler aus Eschershausen leider aufgelöst werden, obwohl die Gemeinschaft bisher sehr gut gewesen war. Nach intensiven Gesprä­chen wurde mit dem TSV Sohlingen eine SG für die Saison 1992/93 gegründet. Leider bestand diese SG mit Sohlingen nur eine Saison, da keine Einigung über die Austragungsorte der Spiele zu erzielen war. Nach anfänglicher Zusage weigerten sich die Sohlinger Spieler eine Halbserie in Dinkelhausen auszutragen.

 

Die nächste Serie 1993/94 spielte der TSV Dinkelhausen dann wieder allein, um für 1994/95 eine Spielgemeinschaft mit Bollensen/Allershausen einzugehen. Der Mannschaft gelang dann im Jahre 1997 der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Der Fortbestand des „König Fußball" im Verein war erst einmal gesichert.

 

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde am 2.7.1993 der Anbau ans vorhandene Sportheim beschlossen. Die Bauarbeiten mussten wieder in Eigenleistung durchgeführt werden. Materialkosten in Höhe von 100.000,- DM wurden durch Zuschüsse vom Sportstättenförderungsausschuss, dem Landkreis Northeim und der Stadt Uslar gedeckt. Am 17.9.1993 konnte mit dem Bau begonnen werden und schon sechs Wochen später konnte dank einer sehr aktiven „Rentnerband" (so wurde liebevoll die Gruppe der Rentner genannt, die sich sehr stark am Bau beteiligten) das Richtfest gefeiert werden. Am 15. 7. 1994, zufällig dem Gründungstag des TSV, wurde die Einweihung nach nur zehnmonatiger Bauzeit gefeiert.

 

Die Fertigstellung dieser Halle hatte die Gründung der Gymnastikgruppen für Senioren und Seniorinnen zur Folge. Ebenso wurde eine Tanzsparte gegründet, zum Teil vom MTV Schoningen nach Dinkelhausen wechselte. Im Jahre 1996 wurde der Bau einer Garage begonnen, um mehr Abstellraum für die Sportgeräte zu haben. Am 1. 6. 1996 wurde eine 85-Jahr-Feier in kleinerem Rahmen in der eigenen Halle veranstaltet.

 

Die 90-Jahr-Feier im Jahre 2001 wurde etwas größer mit Kranzniederlegung und einem Festball begangen. Ein Frühschoppen mit Mittagessen und Kaffeetrinken am Sonntag rundeten die Jubiläumsfeier ab.

 

Bis zum Jahr 2004 lief im Verein alles recht gut. In den Protokollen ist immer wieder unter dem Bericht der Vorsitzenden zu lesen: Sportlich, kulturell und auch finanziell war es ein erfolgreiches Jahr. Als „Höhepunkte zum Jahresende wurden unter anderem die Aufführungen der Theatergruppe bei uns und auch in Delliehausen im Saal des Gasthauses Kohrs hervorgehoben.

Andere Aktivitäten des Vereins waren die monatlichen Wanderungen der Wandergruppe, die DLV-Wandertage, die jährliche Sportwoche bzw. das Sportwochenende, die jährliche Fahrt zum Moräna-See und die Weihnachtsfeiern, die den Teilnehmern immer sehr viel Spaß machten.

 

In den 90er Jahren wurden auch gut besuchte Silvester- und Faschingsfeiern durchgeführt, die vielen auch heute noch in guter Erinnerung sind. Die jährliche Wursteprobe in Regie der Tischtennisabteilung, die die Vereinskasse merklich unterstützt, verdient besondere Erwähnung. Vieles davon findet bis heute statt, wenn auch das eine oder andere mit weniger Begeisterung und entsprechend geringerer Teilnehmerzahl.

 

Zu erwähnen sind noch zwei Satzungsänderungen, die vorgenommen wurden. Einer umfangreichen Änderung 1997 folgte eine weitere klei­nere Änderung im Jahre 2001, weil beim Finanzamt die Gemeinnützig­keit für den Verein beantragt wurde.

 

Im Jahre 2004 stellte die 1. Vorsitzende ihr Amt zur Verfügung. Leider wiederholte sich der Vorgang aus den Jahren 1987-90. Als Nachfolgerin wurde Marianne Warneke gewählt. Diese gab schon im Juni des gleichen Jahres, wegen mangelnder Unterstützung, ihren Rücktritt be­kannt. In einer außerordentlichen Generalversammlung am 27.8.2004 wurde der damalige 2. Vorsitzende Jens Wolf zum Vorsitzenden ge­wählt. Schon in der nächsten Generalversammlung im Januar 2005 lehnte Wolf seine Wiederwahl aus persönlichen Gründen ab.

 

Der 2. Vorsitzende Albert Moll wurde in dieser Versammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt und bekleidet dieses Amt bis heute. Ein neuer 2. Vorsitzender wurde für dieses Jahr nicht gefunden. Erst im folgenden Jahr wurde Astrik Augustin gewählt, der das Amt bis heute inne hat.

 

Trotz dieser leichten Turbulenzen in der Vereinsführung gingen die Aktivitäten des Vereins auch bei den Investitionen weiter. Nachdem schon 1999 eine Beachvolleyballanlage fertig gestellt und im Rahmen der Sportwoche eingeweiht wurde, kam schon im Jahre 2002 ein weiterer Anbau an die Halle in die Diskussion. Dieser Anbau sollte als neuer Geräteraum dienen, um den jetzigen Geräteraum zu Umkleide- und Duschräumen umbauen zu können.

 

Ein Bauantrag wurde im Jahr 2005 gestellt, nachdem im Jahr zuvor die Heizungsanlage im gesamten Haus erneuert wurde. Obwohl In­vestitionszuschüsse kaum noch zu erwarten waren, wurde der Anbau sowie die Umkleide- und Duschräume in Eigenleistung bis 2008 fertig gestellt.

 

Abwechslung gibt es auch bei den Sportwochenenden: So sorgte in 2008 „Elvis" für Stimmung und jedermann / jedefrau konnte „Sex on the beach" probieren (an der Cocktail-Bar). In 2009 wurde bei diversen Caipirinhas bis spät abends zu Salsa-Rhythmen getanzt.

 

Als vorläufig letzte Investition ist im Jahr 2010 auf dem Dach der Sporthalle eine Photovoltaikanlage entstanden. Finanziert wurde diese Anlage durch Darlehen einiger Mitglieder. Die Anlage wird durch den Verein betrieben und soll in späteren Jahren zu Mehreinnahmen verhelfen. Mit der jährlichen Stromproduktion von ca. 13.500 kWh kann der Bedarf des Sportheims ca. vier Mal gedeckt werden.

 

Im sportlichen Bereich verliefen die letzten Jahre zufriedenstellend. In den bestehenden Sparten herrschte rege Aktivität. Dies gilt besonders für die Tischtennisabteilung, die zuletzt mit über 30 Spielern und Spielerinnen in mehreren Mannschaften von der Kreisklasse bis zur Bezirksklasse aktiv war bzw. ist. Hier waren auch wiederholt Meisterschaften zu feiern. Die Sparte Step -Aerobic gehörte schon einige Zeit zum Angebot. Im Jahr 2008 wurde als Letzte die Sparte Rückengymnastik gegründet.

 

Nicht mehr so gut lief es einige Zeit beim Fußball. Die schon zuvor angesprochene Spielgemeinschaft mit Bollensen und Allershausen wurde vom Vorstand des TSV Dinkelhausen aus finanziellen Gründen im Jahr 2008 aufgekündigt. Es waren zu wenig Fußballer unseres Vereins in der SG aktiv und die Kosten dafür immens hoch. Im Jahre 2010 konnte aber bereits wieder eine neue Mannschaft des TSV für die Serie 2010/2011 angemeldet und damit die Fußballsparte neu belebt werden.

 

Der TSV Dinkelhausen steht im Jahr des 100jährigen Bestehens ge­sund da. Damit das so bleibt und wir möglichst auch in Zukunft auf eigenen Füßen stehen können, bieten wir allen noch nicht Vereinsmit­gliedern an, Mitglied im TSV zu werden, zur gemeinsamen Geselligkeit und/oder zur eigenen sportlichen Betätigung.

 

Zur Zeit hat der Verein 176 Mitglieder, davon sechs Ehrenmitglieder.

 

Es ist klar, dass es schwierig ist, Menschen - je nach Alter - hinter'm Ofen oder vom Computer wegzulocken, sie davon zu überzeugen, dass der Weg zum Kühlschrank oder zum Auto nicht ausreicht, um den Kreislauf ordentlich in Gang zu bringen. Aber alle, ob jung oder alt, sollten daran denken, wie wichtig es im Interesse der eigenen körper­lichen und geistigen Gesundheit ist, sich genügend zu bewegen. Nicht zufällig lautet eine alte lateinische Redewendung: Mens sana in corpore sano (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper). Der TSV Dinkelhausen 1911 e.V. bietet hierfür vielfältige Möglichkeiten und ist offen für Neues.

 

Es liegt an jedem selbst, die Möglichkeiten zu nutzen. Vorstand und Festausschuss des TSV Dinkelhausen 1911 e.V.


Trinkspruch

 

Wir danken dem edlen Spender dieser Runde

mit einem dreifach kräftigen

Hipp Hipp - Hurra

Hipp Hipp - Hurra

Hipp Hipp - Hurra

 

Er möge blühen und gedeihen

wie die Rose an der Küste von Ciracaou

wau, wau, wau.

 

Eri - watschi

Eri - watschi

Eri - watschi.

 

Unser Schlachtruf heißt:

Hea hea ha ha ha

Disco disco alle meine disco

Hea hea Bombenschuss.

 

Prost!